2021

Heute

Die Georg-von-Vollmar Akademie e.V. ist eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung für Jedermann und Jedefrau. Soziale Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – dafür steht die politische Bildungsstätte und öffnet täglich ihre Türen, um Wissen, Weiterbildung, Begegnung und Diskussionen rund um aktuelle politische Themen anzuregen.

2021

1981

Knoeringen-Preis

1981 stiftete die Akademie den „Waldemar-von-Knoeringen-Preis“ für Verdienste auf den Gebieten von Politik, Wissenschaft, Journalismus und Kunst, die in der Tradition der Arbeiterbewegung und der Ziele des demokratischen Sozialismus stehen. Seitdem wird der Knoeringen-Preis regelmäßig verliehen.

Verleihung des Knoeringen-Preises 1984 an Richard Löwenthal (Politikwissenschaftler)

Verleihung des Knoeringen-Preises 1985 an Hermann Glaser (Historiker und Publizist)

Verleihung des Knoeringen-Preises 1998 an Georg Leber (Gewerkschaftsführer und Politiker)

1981

1968

Gründung
der Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

1968 wurde aus der Parteischule eine Akademie in Form eines gemeinnützigen, überparteilichen Vereines, die sich aber nach wie vor den Grundwerten der sozialen Demokratie verbunden fühlt. Noch immer sollen in Kochel Denkanstöße für das politisch-soziale Handeln in unserer Gesellschaft gegeben werden.

Die Akademie steht allen interessierten BürgernInnen offen. Georg von Vollmar, Gründervater der bayerischen SPD im Jahr 1892, ist bis heute unser Namensgeber geblieben.

1968

1949

„Kochelzehnerl“

Besonders aber die Finanzierung und Ausstattung der Schule erwiesen sich zu Beginn als sehr schwierig. Der SPD-Landesparteitag beschloss deshalb 1949, dass jedes bayerische Parteimitglied einen Zusatzbeitrag von 10 Pfennig, das sogenannte „Kochelzehnerl“ zu zahlen hatte. Nicht zuletzt auch durch den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz vieler Münchner JungsozialistenInnen wurde das vom Krieg gezeichnete Gebäude renoviert. Angetrieben von der Begeisterung, nach der Nazi-Diktatur endlich wieder frei denken und reden zu dürfen, nahmen es die Teilnehmer damals in Kauf, mit bis zu zehn Personen in einem Schlafsaal unterzukommen.

1949

1945

Nachkriegszeit

Die Nachkriegsgeschichte des Hauses ist untrennbar auch ein Teil der Geschichte der bayerischen Sozialdemokratie nach 1945. Viele SozialdemokratenInnen mussten während der NS-Diktatur aus Deutschland flüchten, kehrten aber in der „Stunde Null“ aus dem Exil zurück. Einer von ihnen war Waldemar von Knoeringen, der während des Krieges bereits im Londoner Exil für politische Bildung und Demokratie in Deutschland gearbeitet hatte. Um die Lücke, die Terror und Verfolgung in die Reihen der sozialdemokratischen ArbeiterInnen gerissen hatten, zu schließen, entstand unter der Regie des späteren Vorsitzenden der bayerischen SPD im Jahre 1948 die „Georg-von Vollmar-Schule“. Wenn auch als Parteischule gegründet, sollte das Haus unter der Leitung von Knoeringens zu einer Begegnungsstätte des „offenen Bürgerdialogs“ werden. Demokratie wurde in Kochel „lebendig“ erlebbar.

1945

1938

Nationalsozialismus

In der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft befand sich das „Schlösschen“ in Besitz des „Reichsjugendführers“ Baldur von Schirach. Dieser wurde 1949 für seine Tätigkeit als NS-Gauleiter und Statthalter in Wien, bei der er maßgeblich an der Deportation tausender Jüdinnen und Juden beteiligt war, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

 

1938

1836

Bürgertum

Am längsten, nämlich genau 100 Jahre von 1836 bis 1936, befand sich das Haus im Besitz der Familie Dessauer und wurde als Salon zu einem beliebten Treffpunkt von Künstlern und wohlhabenden Kunstliebhabern aus den „höheren Kreisen“ des Bürgertums.

1836

1806

Säkularisation

Im Zuge der Säkularisation in Bayern unter Napoleon im Jahr 1806 ging das „Schlösschen“ für kurze Zeit in Staatsbesitz, wurde aber schon nach wenigen Jahren in private Hände verkauft. Verschiedene Besitzer folgten.

1806

1693

Grundsteinlegung

Die Grundsteinlegung des „Schlösschens“ auf dem Aspenstein erfolgte vor fast 350 Jahren im Jahr 1693 durch die Mönche des nahegelegenen Klosters in Benediktbeuern, die das Haus als Erholungsheim nutzten.

1693

2021

Heute

Die Georg-von-Vollmar Akademie e.V. ist eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung für Jedermann und Jedefrau. Soziale Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – dafür steht die politische Bildungsstätte und öffnet täglich ihre Türen, um Wissen, Weiterbildung, Begegnung und Diskussionen rund um aktuelle politische Themen anzuregen.

1981

Knoeringen-Preis

1981 stiftete die Akademie den „Waldemar-von-Knoeringen-Preis“ für Verdienste auf den Gebieten von Politik, Wissenschaft, Journalismus und Kunst, die in der Tradition der Arbeiterbewegung und der Ziele des demokratischen Sozialismus stehen. Seitdem wird der Knoeringen-Preis regelmäßig verliehen.

Verleihung des Knoeringen-Preises 1984 an Richard Löwenthal (Politikwissenschaftler)

Verleihung des Knoeringen-Preises 1985 an Hermann Glaser (Historiker und Publizist)

Verleihung des Knoeringen-Preises 1998 an Georg Leber (Gewerkschaftsführer und Politiker)

1968

Gründung
der Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

1968 wurde aus der Parteischule eine Akademie in Form eines gemeinnützigen, überparteilichen Vereines, die sich aber nach wie vor den Grundwerten der sozialen Demokratie verbunden fühlt. Noch immer sollen in Kochel Denkanstöße für das politisch-soziale Handeln in unserer Gesellschaft gegeben werden.

Die Akademie steht allen interessierten BürgernInnen offen. Georg von Vollmar, Gründervater der bayerischen SPD im Jahr 1892, ist bis heute unser Namensgeber geblieben.

1949

„Kochelzehnerl“

Besonders aber die Finanzierung und Ausstattung der Schule erwiesen sich zu Beginn als sehr schwierig. Der SPD-Landesparteitag beschloss deshalb 1949, dass jedes bayerische Parteimitglied einen Zusatzbeitrag von 10 Pfennig, das sogenannte „Kochelzehnerl“ zu zahlen hatte. Nicht zuletzt auch durch den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz vieler Münchner JungsozialistenInnen wurde das vom Krieg gezeichnete Gebäude renoviert. Angetrieben von der Begeisterung, nach der Nazi-Diktatur endlich wieder frei denken und reden zu dürfen, nahmen es die Teilnehmer damals in Kauf, mit bis zu zehn Personen in einem Schlafsaal unterzukommen.

1945

Nachkriegszeit

Die Nachkriegsgeschichte des Hauses ist untrennbar auch ein Teil der Geschichte der bayerischen Sozialdemokratie nach 1945. Viele SozialdemokratenInnen mussten während der NS-Diktatur aus Deutschland flüchten, kehrten aber in der „Stunde Null“ aus dem Exil zurück. Einer von ihnen war Waldemar von Knoeringen, der während des Krieges bereits im Londoner Exil für politische Bildung und Demokratie in Deutschland gearbeitet hatte. Um die Lücke, die Terror und Verfolgung in die Reihen der sozialdemokratischen ArbeiterInnen gerissen hatten, zu schließen, entstand unter der Regie des späteren Vorsitzenden der bayerischen SPD im Jahre 1948 die „Georg-von Vollmar-Schule“. Wenn auch als Parteischule gegründet, sollte das Haus unter der Leitung von Knoeringens zu einer Begegnungsstätte des „offenen Bürgerdialogs“ werden. Demokratie wurde in Kochel „lebendig“ erlebbar.

1938

Nationalsozialismus

In der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft befand sich das „Schlösschen“ in Besitz des „Reichsjugendführers“ Baldur von Schirach. Dieser wurde 1949 für seine Tätigkeit als NS-Gauleiter und Statthalter in Wien, bei der er maßgeblich an der Deportation tausender Jüdinnen und Juden beteiligt war, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

 

1836

Bürgertum

Am längsten, nämlich genau 100 Jahre von 1836 bis 1936, befand sich das Haus im Besitz der Familie Dessauer und wurde als Salon zu einem beliebten Treffpunkt von Künstlern und wohlhabenden Kunstliebhabern aus den „höheren Kreisen“ des Bürgertums.

1806

Säkularisation

Im Zuge der Säkularisation in Bayern unter Napoleon im Jahr 1806 ging das „Schlösschen“ für kurze Zeit in Staatsbesitz, wurde aber schon nach wenigen Jahren in private Hände verkauft. Verschiedene Besitzer folgten.

1693

Grundsteinlegung

Die Grundsteinlegung des „Schlösschens“ auf dem Aspenstein erfolgte vor fast 350 Jahren im Jahr 1693 durch die Mönche des nahegelegenen Klosters in Benediktbeuern, die das Haus als Erholungsheim nutzten.

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