Online: Mythos Digitalisierung Bayern - Narrative der Digitalisierung und ihre Folgen

Veranstalter Veranstalter: Georg-von-Vollmar Akademie Georg-von-Vollmar Akademie
Datum Mi. 05.10.2022 ab 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Veranstaltungsart Digitales Format
Kursnummer 22244021
Kursgebühr 0,00 €
Kursleitung

Bayern, das gelobte Land der Digitalisierung? Seit mehr als 20 Jahren wird nun das Bild von Bayern als Land von „Laptop und Lederhose“ bemüht, um den Freistaat nicht nur als Land der Traditionen zu vermarkten, sondern auch als Land des Fortschritts. Zweifellos zeigt die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes seit dem Zweiten Weltkrieg, dass es wandlungs- und anpassungsfähig ist, gleichzeitig wurde Bayern eben nicht das Silicon Valley Europas. Denn gerade bei der Digitalisierung tut sich das Land schwer, die Narrative vom digitalen Fortschritt einzulösen – von der digitalen Verwaltung bis zum Netzausbau im Flächenland Bayern scheint es nur langsam voranzugehen. Stattdessen wurden viele Hoffnungen und staatliche Bemühungen in die Entwicklung von Technologien wie etwa der Blockchain-Technologie gesteckt, bei gleichzeitig unklarem Nutzen.

Mit der Online-Veranstaltung gehen wir der Frage nach, welche Narrative mit der Digitalisierung einhergehen, wie sie unser Verständnis von technologischem Fortschritt und dem technisch Machbaren und Sinnvollen prägen und welche Folgen diese Narrative haben. Denn gesellschaftlich-kulturelle Vorstellung dessen, wie Digitalisierung funktioniert, was digitaler Fortschritt bedeutet und ermöglicht, entstammt meist nicht einer technisch informierten Realität, sondern vielmehr aus einer Vielzahl von Einflüssen. Die Wirtschaft, die möglichst innovative Produkte verkaufen möchte, Medien, die eine hohe Reichweite erzielen möchten, Literatur und Film, die Utopien und Dystopien der Digitalisierung entwickeln. Sie alle entwerfen ein Bild der Digitalisierung, das Einfluss auf politische Entscheidungsträger*innen und Bürger*innen nimmt. Wir wollen diskutieren: Welchen Einfluss und welche Folgen haben Digitalnarrative auf den politischen Entscheidungsprozess? Welche Narrative schaden der Digitalpolitik? Welche Narrative brauchen wir in Zukunft?


Unsere Gäste sind:

  • Dr. Martin Hennig, Medienkulturwissenschaftler am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen
  • Dr. Petra Wolf, Beraterin für eGovernment bei digital@m, einem Tochterunternehmen der Landeshauptstadt München
  • Johannes Schätzl, Bundestagsabgeordneter der SPD, Mitglied im Digitalausschuss des Deutschen Bundestages und ausgebildeter Informatiker


Moderation: Annkathrin Weis, Journalistin und Podcasterin mit Schwerpunkt Digitalpolitik und Medien, u.a. für REPORT MAINZ.




Kursort

Online

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