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Zur Illegalität gezwungen: Das Paradox des Asylsystems

Veranstalter Veranstalter: Georg-von-Vollmar Akademie Georg-von-Vollmar Akademie
Datum Di. 18.05.2021 ab 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Veranstaltungsart Digitales Format
Kursnummer 21182022
Kursgebühr Teilnahme kostenfrei
Kursleitung Dr. Daniele Saracino
Jens Dieckmann
Pauline Endres de Oliveira

Krieg und Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung, Armut und Perspektivlosigkeit, Umweltzerstörung und Klimawandel oder Rohstoffhandel und Landraub: Dies sind eng miteinander verwobene Fluchtursachen, die vornehmlich von der globalen Ungleichheit ausgelöst werden und immer mehr Menschen auf die Suche nach Zuflucht drängen. Die Politik in zahlreichen europäischen Aufnahmeländern reagiert mit Maßnahmen zur Eindämmung der Flucht- und Migrationsbewegungen (Frontex, Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache und Grenzkontrollen in Afrika).
Das Paradox des Asylsystems zeigt sich an der Abschottung der EU gegen die Flüchtlingsströme: Das Menschenrecht auf Ausreise wird verletzt, wenn z.B. Boote an der nordafrikanischen Küste davon abgehalten werden, Richtung Europa in See zu stechen. Auf legale Weise Asyl in der EU zu beantragen ist fast unmöglich, da man hierfür bereits ein Visum im Herkunftsstaat beantragen muss – was in Krisengebieten kaum zu erhalten ist.
Wer profitiert am meisten von dem etablierten Asylsystem? Was soll verändert werden, um das System gerechter zu gestalten und um dem Menschenrecht auf Asyl auch wirklich gerecht zu werden? Diesen Fragen möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen und unseren ReferentInnen stellen und dabei einen besonderen Fokus auf das Thema „Legale Gestaltung des Rechts auf Asyl“ legen. Dabei gehen wir auch auf die geschichtlichen Hintergründe des europäischen Asylsystems ein.

Diskutieren Sie mit uns und:
Jens Dieckmann, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt auf Asyl- und Aufenthaltsrechts, Mitglied im Bonner Anwaltverein, Mitglied der Rechtsberaterkonferenz der freien Wohlfahrtsverbände und des UNHCR in Flüchtlingsfragen
Dr. Daniele Saracino, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit Schwerpunkt auf "Solidarität in der EU"
Moderation: Pauline Endres de Oliveira, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Öffentliches Recht und Europarecht, Justus-Liebig-Universität Giessen

Die Veranstaltung erfolgt im Rahmen unserer Online-Reihe zum Thema „Flucht und Asyl“ mit weiteren Diskussionen u.a. zu: „Stumme Migranten, laute Politik, gespaltene Medien“ (11.05.2021) und „Flucht und Asyl – Moral contra Realpolitik?“ (21.05.2021).

+++ Die Veranstaltung ist kostenfrei! Eine Anmeldung ist notwendig, um die Zugangsdaten (für die Online-Diskussion auf der Plattform Zoom) zu erhalten. ++++




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