Eldorado Bayern!?

Unsere Veranstaltungsreihe „Eldorado Bayern!? Debatten zu bayerischen Selbst- und Fremdbildern“ zu unseren Jubiläumsjahren 2022 und 2023. 

Georg von Vollmar

Am 30. Juni 2022 jährt sich der Todestag von Georg von Vollmar, einem der Gründerväter der bayerischen SPD und Namensgeber der Georg-von-Vollmar-Akademie, zum 100. Mal. Gleich im Jahr darauf – 2023 – hat dann die Akademie ihr 75-jähriges Gründungsjubiläum. In unserer Arbeit haben wir uns noch immer dem Ziel von damals verschrieben: Bürgerinnen und Bürger in Bayern und ganz Deutschland für politische Prozesse, demokratische Werte und die eigene Partizipation zu begeistern. Die Georg-von Vollmar-Akademie und der Namensgeber selbst sind dabei eng mit der Geschichte der bayerischen Sozialdemokratie verbunden. Daher nehmen wir uns zusammen mit unserem Werbeverbundpartner, dem Bayerischen Seminar für Politik, diese Ereignisse zum Anlass, um in einer Veranstaltungsreihe einen besonderen Blick auf die bayerische Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur zu werfen.  

Wir blicken hinter einige Selbst- und Fremdbilder, die über Bayern entstanden sind und fest damit verbunden sind. In den Veranstaltungen „Die Zukunft des Föderalismus – Entwicklungs-Hemmer oder Demokratie-Verstärker?” mit Prof. Dr. Ursula Münch (Leiterin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing) und dem Vize-Präsidenten des Bayerischen Landtags Markus Rinderspacher und „Bayern zahlt – der Rest kassiert?! (Un-) Wahrheiten über den Länderfinanzausgleich” beschäftigen wir uns mit der bayerische Sonderrolle im Bund, die von außen belächelt und von innen oft betont und hochgehalten wird. Auch wollen wir kritisch hinterfragen, ob die Mentalität „Mia san Mia” ein angemessenes Auftreten im Jahr 2022 darstellt – in unserer Veranstaltung „Mia san mia?! Kurz-Geschichte zur Sonderstellung Bayerns. Bleibt das so in Zukunft?” mit dem Autor und BR-Journalisten Thomas Kernert. Beim Stichwort Digitalisierung werden die griffigen Schlagworte „Laptop und Lederhose“ derzeit von „Laser und Leberkas“ abgelöst, doch entspricht der Eindruck einer Vorreiterrolle Bayerns in der Digitalisierung tatsächlich der Realität? Nicht von ungefähr fühlt sich eine Fahrt durch das ländliche Bayern zumeist wie ein Ausflug ins Funkloch-Land an. Mit diesem Mega-Trend setzen wir uns in der Veranstaltung „Mythos Digitalisierung in Bayern!?“ auseinander.

Ein wichtiger Bestandteil der Identität Bayerns ist die bayerische Kulturlandschaft und der Tourismus, die in den letzten beiden Jahren unter erschwerten Umständen arbeiten mussten. In abwechslungsreichen Abendveranstaltungen mit Beiträgen verschiedener bayerischer Künstler und Künstlerinnen und mit Diskussionen zwischen Kulturschaffenden, PolitikerInnen und VertreterInnen der Tourismusbranche, gehen wir der Frage nach, wie Politik & Kultur und Tourismus, Wirtschaft & Naturschutz miteinander verbunden sind.  

Zu einem realistischen Bild von Bayern gehört auch die Beobachtung problematischer und demokratiefeindlicher Bewegungen und deren Erstarkung in den letzten Jahren. Mit Veranstaltungen zu rechtsextremistischen und völkisch-esoterischen Gruppierungen in Bayern möchten wir unsere Wahrnehmung von Gefahren für die Demokratie und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft schärfen.

In all diesen Bereichen fragen wir nach Werten der Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit, die unserer Gesellschaft Zusammenhalt geben. Haben diese Werte noch Bestand und können sie Antworten für unsere Konflikte in einer veränderten Welt geben?  

Mit Veranstaltungen online oder in Kempten, Nürnberg, München, Garmisch-Partenkirchen, Murnau am Staffelsee und vielen weiteren Orten, laden wir ein, mit Expertinnen, Ehrenamtlichen, Künstlerinnen und Politikern zu aktuellen Fragen, die uns in Bayern und darüber hinaus bewegen, in den Dialog und die Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern zu kommen. Um diesen Dialog mit verschiedenen Perspektiven und Bildern von Bayern anzureichern, kooperieren wir für unsere Veranstaltungsreihe mit unterschiedlichsten Partnern aus Kultur, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Mit dabei sind die Akademie für Politische Bildung in Tutzing, das Freilichtmuseum Glentleiten, die Westtorhalle e.V. in Seehausen und viele mehr.

Schloss Aspenstein ©Johannes Klingbiel | Georg-von-Vollmar-Akademie

Innerhalb dieser Themenreihe finden auch unsere traditionellen Wochen- und Wochenendseminare auf Schloss Aspenstein in Kochel statt, in deren Rahmen wir u.a. eine Literatur- und eine Geschichtswerkstatt anbieten oder uns mit der Alpenregion als Tourismusstandort und als Opfer des Klimawandels beschäftigen. Darüber hinaus wenden wir uns unserem Nachbarland Tschechien zu und schauen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einem binationalen Begegnungsseminar. In einem Wochenendseminar thematisieren wir den Wandel und die Herausforderungen für die Landwirte und Landwirtinnen in Bayern.

 

„Dem guten Willen die offene Hand, dem schlechten die Faust!“ 

Gemäß diesem Motto Georg von Vollmars aus seinen Eldorado-Reden (1891) sucht die Georg-von-Vollmar-Akademie die offene Diskussion mit sozial und demokratisch orientierten Gruppen, Verbänden und BürgerInnen. Diese Haltung war der Vollmar-Akademie in der Vergangenheit stets wichtig – diese Haltung möchte sie auch in Zukunft beibehalten. Wir sind der festen Überzeugung, dass gut aufgestellte und vernetzte politische Bildung in Bayern – und darüber hinaus – zur höheren Wirksamkeit unserer Bildungsziele führt. Eine aufgeklärte und politisch gebildete Bevölkerung selbst stellt das effektivste Mittel gegen Demokratiefeindlichkeit dar – vor 100 Jahren wie auch heute. 

Alle aktuellen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier!

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unser Team – per Mail (info@vollmar-akademie.de) oder telefonisch (08851-780)!

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