Unser Seminarprogramm

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Internationale Beziehungen

Die EU und Subsahara-Afrika: Zusammenarbeit auf Augenhöhe?

26.06.2018, Regensburg
Die EU präsentiert sich weltweit als ein Friedensprojekt und ein Beispiel an gelebter Demokratie. Vor allem von außerhalb der EU mehren sich jedoch die Stimmen, die anprangern, dass diese innerhalb der EU hochgehaltenen Werte wie Demokratie, Gerechtigkeit und Solidarität nicht nur für die Aktionen innerhalb der EU, sondern auch für das Handeln der EU mit nicht-europäischen Partnern gelten müssen. Wenn wir als EU-Bürger ein gerechtes und soziales Europa für uns fordern, sollten wir dann nicht auch hinterfragen, wie die EU als internationaler Akteur auf der Weltbühne agiert? Durch welche Werte zeichnen sich die Außenbeziehungen der EU aus? Hierbei schauen wir uns im Detail die Beziehungen zwischen der EU und Subsahara-Afrika an. Wie sieht das Verhalten der EU in den Bereichen Entwicklungs- und Handelspolitik in Bezug auf Subsahara-Afrika aus? Promoviert die EU durch ihr globales Handeln Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in dieser Region? Kann man der EU Kulturimperialismus und Neokolonialismus vorwerfen? Um die Zukunft der EU gemeinsam und aktiv zu gestalten, kommt uns als EU-Bürger auch die Aufgabe zu, selbstkritische und unliebsame Fragen zu stellen. Schließlich kann nur ein offener und ehrlicher Umgang mit den eigenen Schwach-punkten dazu führen, dass das Vertrauen in und die Identifikation mit der EU gestärkt werden. Mehr

Internationale Beziehungen

Grenzen auf, Elend gemindert? Perpektiven der Migration in einer globalen Welt

02.07.2018 - 06.07.2018, Kochel am See
++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden ++ Weltweit leiden über zwei Milliarden Menschen unter Armut. Sie müssen Krieg, Unterdrückung und Hunger erfahren. Von ihnen waren allein im letzten Jahr 65 Millionen auf der Flucht, um eine lebenswerte Zukunft für sich und ihre Familien zu erkämpfen. Können wir mit offenen Grenzen angemessen auf diese dramatische Situation reagieren? In der öffentlichen Debatte wird diese Frage regelmäßig mit „Ja“ beantwortet. Doch es werden auch Gegenstimmen laut: So ist beispielsweise der Philosoph Julian-Nida Rümelin der Meinung, dass offene Grenzen einen doppelt negativen Effekt nach sich ziehen würden: Einerseits in den Herkunftsregionen, die mit der Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte ihre Zukunft verlören, und andererseits in den aufnehmenden Ländern, in denen sich soziale Konflikte verschärfen würden. Mehr

Internationale Beziehungen

Wirtschaft und Menschenrechte – ein Exportschlager aus Deutschland?

16.07.2018 - 20.07.2018, Würzburg
Handys, T-Shirts oder Autos sind verstrickt in Kinderarbeit, verheerende Arbeitsbedingungen und Mißachtung von Gewerkschaftsrechten. In vielen Ländern in Afrika, Asien oder Südamerika ist dies Alltag. Eine Perspektive für einen Weg in eine bessere Zukunft fehlt oft. Wie profitieren unsere Unternehmen durch diese Menschenrechtsverletzungen? Welche Auswege gibt es? Eine globale Reise zu aktuellen Fragen von Entwicklungspolitik und Wirtschaftsethik mit Dr. Thomas Dürmeier von der Organisation Goliathwatch aus Hamburg. Mehr

Internationale Beziehungen

Namibia und Deutschland

31.08.2018 - 02.09.2018, Kochel am See
Unter den wenigen Kolonien, die Deutschland sich in der Zeit des Imperialismus aneignete, hatte Südwestafrika eine herausragende Bedeutung sowohl als Sehnsuchts- und Hoffnungsort deutscher Auswanderer, als auch in den Ausmaßen der wirtschaftlichen Ausbeutung und der Brutalität der kolonialen Unterdrückung. Mehr als 25 Jahre nach der Unabhängigkeit präsentiert sich Namibia als relativ sicheres und prosperierendes Land im südlichen Afrika, das immer mehr TouristInnen, gerade auch aus Deutschland anlockt. Das Wochenendseminar gibt einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart Namibias und setzt sich kritisch mit der deutschen Rolle darin auseinander. Mehr

Internationale Beziehungen

Naher und Mittlerer Osten - eine Region in der Dauerkrise

03.09.2018 - 07.09.2018, Kochel am See
 ++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden ++ Naher und Mittlerer Osten befinden sich seit Jahren in einer Art dauerhaftem Krisenzustand. Die israelische Regierung baute 2017 erstmals jüdische Siedlungen in Hebron, seit 3 Jahren führt Saudi-Arabien im Jemen Krieg mit deutschen Waffen gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. US-Präsident Trump hält das Atomabkommen mit dem Iran für den „schlechtesten Deal aller Zeiten“, in Syrien tobt seit 7 Jahren ein bewaffneter Konflikt zwischen Regierungstruppen, den Daesh-Anhängern und Milizen während die Hisbollah mittlerweile die Macht im Libanon übernommen hat. Wohin führen all diese Entwicklungen? Und wann wird es endlich wieder ruhig im Morgenland? Mehr

Internationale Beziehungen

Hoffnungsträger Lateinamerika? Eine Region zwischen Fortschritt und Stagnation

17.09.2018 - 21.09.2018, Kochel am See
+++ Dieses Seminar kann nach Antragsstellung als Bildungsurlaub anerkannt werden +++ Lateinamerika ist eine Region der Gegensätze. Wirtschaftswachstum und Aufschwung haben die Lebensverhältnisse verbessert, gleichzeitig kämpfen viele Länder nach wie vor mit Armut, Korruption und Misswirtschaft. Das hat auch Auswirkungen auf die Demokratie: Während viele Staaten durch die Demokratisierung stabiler wurden, gibt es in anderen Ländern, wie beispielsweise in Venezuela, großen Grund zur Sorge. Warum verläuft die Entwicklung mancher Staaten besser als die anderer? Wie wird die Zukunft der Region aussehen? Welchen Einfluss hat die Internationale Gemeinschaft auf diese Region? Diese und weitere Fragen werden im Zuge des Seminars mit Vertretern der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erörtert werden. Mehr

Internationale Beziehungen

Die offenen Wunden Afrikas: Historisch-politische Erklärungs- und Lösungsversuche

21.09.2018 - 23.09.2018, Kochel am See
Korruption, Kriege, Katastrophen – und Armut. Das prägt unser heutiges Bild von Afrika. Um gegen diese Krankheiten anzukämpfen, werden dem afrikanischen Patienten unterschiedlichste Therapien verordnet: Entwicklungshilfe, Nachhilfe in Demokratielehre, finanzielle Konjunkturspritzen, etc. Doch die westlichen Bemühungen scheinen wenig Effekt zu haben. Eventuell weil man seinen Patienten nicht wirklich kennt? Mehr

Internationale Beziehungen

Syrien, Irak, Yemen, Libyen - zerfallende Staaten - zerfallende Weltgemeinschaft?

16.11.2018 - 18.11.2018, Kochel am See
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts sieht sich die internationale Staatengemeinschaft mit dem Phänomen der zerfallenden Staaten konfrontiert. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: korrupte Eliten, schlechte Regierungsführung, verfehlte wirtschaftliche Entwicklungskonzepte, generationsübergreifende Bürgerkriege, mangelnde Wohlfahrt und wenig Rechtssicherheit. Der Yemen, Syrien, Irak und Libyen sind höchst fragile Staaten (vgl. Fragile States Index, Fund for Peace 2017) auf dem Weg zum Scheitern. Welche Ursachen haben im Einzelnen dazu beigetragen? Mehr

Internationale Beziehungen

Grenzen der Außenpolitik - Diplomatie in Zeiten scharfer Zungen

07.12.2018 - 09.12.2018, Kochel am See
Seit 2017 wird nicht nur viel rumgeschrien auf internationaler Bühne: Donald Trump twittert sich immer weiter ins diplomatische Abseits, Recep Tayyip Erdogan sperrt ausländische Gäste nach Belieben ein und Putin beschimpft ukrainische Politiker als „Faschisten und Antisemiten“ - vor laufender Kamera. Wo bleiben da die Manieren? Die klassische Diplomatie erlebt einen Umschwung. Vorbei sind die Zeiten der Höflichkeit. Eine Bestandsaufnahme. Mehr