Veranstalter

Ein Seminar der Georg-von-Vollmar Akademie

Arbeit, Wirtschaft & Soziales

Geld als sozialer Sprengstoff? Wenn Reichtum schneller als die Wirtschaft wächst.

"Die Reichen werden immer reicher, während die Armen stets ärmer werden." In Zeiten, in denen auch die soziale Marktwirtschaft längst nicht mehr ihr Versprechen der Chancengleichheit, Eigenverantwortung und Teilhabe erfüllt, scheint diese Weisheit aus dem Volksmund besonders aktuell zu sein. Und spätestens die Finanzkrise ab 2007 hat vielen Menschen verdeutlicht, dass die Zustände im Banken- und Finanzsektor mit "grotesk" noch wohlwollend umschrieben sind. Man fragt sich: Stehen die dort gehandelten "Geldblasen" noch in einem gesunden Verhältnis zu unserer tatsächlichen volkswirtschaftlichen Leistung? Außerdem erschweren solche Fantasiesummen – in Form von zunehmend nur noch virtuell existierenden Zahlen – zunehmend eine konkrete Vorstellung des Phänomens „Geld“. In diesem Seminar wollen wir deshalb folgende Fragen stellen: Was genau ist Geld überhaupt? Wie entsteht Geld und welche Mechanismen setzt es in Gang?

Seminarinhalte

Der für seine über den sogenannten Mainstream hinausgehenden Perspektiven bekannte Wirtschaftswissenschaftler Bernd Senf hatte bereits weit vor der letzten Finanzkrise das ungezügelte Geldmengenwachstum und dessen ungleiche Verteilung in den Fokus seiner Lehre gerückt. Gemeinsam mit Ihnen wird er sich in diesem Seminar auf eine spannende Reise nach dem Ursprung unseres Zahlungsmittels und der damit verbundenen Probleme begeben, die garantiert nicht bereits am Bankautomaten endet.

Prof. Bernd Senf "gilt als hervorragender Didaktiker in der Vermittlung seiner volkswirtschaftlichen Konzepte und Kritik. Nach der Bankenkrise 2008 nahm das Interesse an seiner Kritik des Finanzsystems zu." [Stephan Kosch: Der Fluss des Geldes. In: die tageszeitung; taz.de (abgerufen am 17. Mai 2017)]