Veranstalter

Ein Seminar des Bayerischen Seminar für Politik e.V.

Nachhaltige und soziale Gesellschaft

"Kultur für Alle!": Kulturarbeit und -organisation in Stadtteilen und außerhalb der Metropolen

Der Austausch zwischen politischen und kulturellen Akteuren soll im Mittelpunkt des Wochenendseminars stehen. Das Seminar soll Kriterien und Handlungsanweisungen für eine gelungene Kulturarbeit vor Ort erarbeiten. Ausgehend vom Begriff der Soziokulturellen Arbeit werden darüber hinaus Möglichkeiten der Interkulturellen Arbeit behandelt werden. Das Seminar soll der Beginn eines kontinuierlichen Austausches zur Kulturarbeit in den Stadtteilen und außerhalb der Metropolen werden.

Kultur, wie sie oft missverstanden wird, findet vor allem in den Metropolen statt und bezeichnet meist Theater, Oper, Konzerte, Museen und Kunstausstellungen - die klassische Hochkultur. Sie ist dort meist nur einem eingeschränkten Kreis zugänglich. Kulturvereine und -organisationen versuchen außerhalb der Metropolen oft, noch dazu mit unzulänglichen Mitteln und Möglichkeiten, diese Kulturleben zu kopieren. Doch Kultur, wesentlich breiter verstanden, bezieht alle mit ein. Diese unendliche Vielfalt wird dabei nicht als etwas Statisches und Unveränderliches verstanden. Vielmehr entwickelt sie sich weiter und lebt vom Austausch. So wird Kultur zum unverzichtbaren Alltag der Menschen.

In einer Zeit, in der Verständnis und Verständigung immer schwieriger werden, in der Kultur zunehmend als rechtspopulistische „Leitkultur“ definiert und kulturelle Vielfalt als „politisch-korrekte“ Spinnerei diffamiert wird, ist es erforderlich, dass ein fortschrittlicher Kulturbegriff eine größere Verbreitung findet. Ausgehend von den Thesen Hilmar Hofmanns und Anderen in den 1970er Jahren, wurde „Kultur für Alle“ in Frankfurt, Nürnberg und Hannover, aber vor allem in München auf breiter Ebene weiterentwickelt. Die drei Dozenten, Peter Syr, Franz Krisch und Hans-Peter Adler waren, und sind, an dieser Entwicklung ganz wesentlich beteiligt.

 Das Modell „Kultur für Alle“ ist bestens geeignet das kulturelle Leben in den Regionen zu entwickeln und auszubauen. Denn hier ist bürgerliches Engagement und ein reges Vereinsleben meist reichlich vorhanden, auf das es sich gut aufbauen lässt.

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Zielgruppe

Angesprochen werden Kulturschaffende und Kulturinteressierte ganz allgemein, Kommunalpolitiker*innen die einen Schwerpunkt in der Kulturarbeit sehen, aber vor allem Mitglieder und Vorstände in den Vereinen, Kultur- und Kunstvereinen, Kulturaktivisten, Aktive in der Migranten- und Flüchtlingsarbeit usw.