Von Heimatsuchern zu Zweitzeugen

„Wir, die wir zuhören, können zu Zeugen werden.“, dieses Zitat von Friedensnobelpreisträgerin Elie Wiesel trifft den Kern der pädagogischen Arbeit dieses Projektes. Ein Zweitzeugenprojekt zum Kennenlernen, Erinnern und Weitergeben, denn die Schoah kann nicht durch Zahlen und Fakten begriffen werden.

In Kooperation mit Heimatsucher e.V. bieten wir für Schulen (ab der 4. Jahrgangsstufe) eine Wanderausstellung in Verbindung mit Projektarbeit vor Ort, für einen modernen Zugang zum Thema der Schoah, an. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche altersgerecht und modern an dieses komplexe Thema heranzuführen. Unsere Arbeit orientiert sich an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Holocaust-Education.

Selbst zu Zeugen von Zeitzeugen werden. Mitfühlen, verstehen, handeln. Als »Zweitzeugen« sehen wir uns in der Verantwortung, das Gehörte weiterzugeben. Die Wanderausstellung ist eine neuartige Ergänzung für einen ganzheitlichen, schülerzentrierten Unterricht. Sie besteht aus auditiven und visuellen Aufnahmen von Heimatsuchenden. In Form von Projektarbeit und dem Lernen an und mit Biographien möchten wir insbesondere Kindern und Jugendlichen die Chance bieten, Experten und schließlich Zweitzeugen einzelner Lebensgeschichten der HEIMATSUCHER zu werden. Es geht uns um die Vermittlung der Erlebnisse der Überlebenden vor, während und nach der Zeit der Schoah.

Mehrwert: Was habt ihr davon?

  • Zweitzeuge werden, das Gedenken der Opfer erhalten!
  • Kenntnistand über diesen einzigartigen Akt der Vernichtung und über jüdische Lebenswelten vor, während und nach dem Holocaust erhöhen
  • Teilnehmende ermutigen, mit Bezug zur Gegenwart über die ethisch-moralischen und geistigen Fragen, die der Holocaust aufgeworfen hat, nachzudenken

Ziele

  • Vermittlung von Wissen über den Holocaust
  • Kritische Medienkompetenz im Zeitalter „medialer Geschichtsschreibung“
  • Grundlage zur Immunisierung gegen rechtsextremistische Ideologien

Wie könnt Ihr mitmachen?

1. Interessenbekundung ausfüllen: docx-Dokument

2. Interessenbekundung an julia.gerecke@vollmar-akademie.de senden, oder per Fax an 08851-7823.

3. Wir setzen uns mit Euch in Verbindung, organisieren und planen alles, was nötig ist. Wir geben uns Mühe -in Rücksprache mit Euren Lehrenden- die Seminareinheit so kompatibel wie möglich mit dem Lehrplan zu entwerfen.

4. Los geht's!

Organisatorisches

Ort: Klassenzimmer, oder außerschulisch

Mindestalter: 16 Jahre

Ideale Gruppengröße: 15-25 Personen

Zeitbedarf: min. 1,5 Zeitstunden an 1  Tag (auf Anfrage gestalten wir auch eine Projektwoche)

Weitere Hinweise

Wir stellen verschiedenen Möglichkeiten für die Vor- und Nachbereitung der Ausstellung. Die Führungen und Projektarbeit erfolgt persönlich durch die HEIMATSUCHER-Initiatorinnen bzw. die pädagogischen Mitarbeitenden der Georg-von-Vollmar-Akademie, die unmittelbar von Begegnungen mit den Überlebenden berichten.

Rudolf Novotny hat einen spannenden Artikel in DIE ZEIT zu diesem Projekt geschrieben.

Dieses Angebot wurde in Kooperation mit Bayerisches Seminar für Politik e.V.&entwickelt.